Biblia Slavica

Ultimo aggiornamento: 25 maggio 2021

Rothe H.

Biblia Slavica

Die Bibel in slavischen Sprachen und die slavischen Völker in Europa

A cura di Rothe H. - Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Dusseldorf 2008


Nach zwanzig Jahren wird die Serie »Biblia Slavica« zum erstenmal vollständig in Deutschland, wo sie geplant, finanziert und durchge­führt wurde, öffentlich präsentiert.
Die "Biblia Slavica" enthält älteste Bibelübersetzungen in slavischen Sprachen. Sie wurde in den Jahren 1988 bis 2008 als Faksimile nachgedruckt. Alle Ausgaben wurden darüber hinaus ausführlich theologisch, sprach- und kunsthistorisch kommentiert.
Dem Bestreben des späten Mittelalters, die Bibel in die eigene Sprache zu übersetzen, liegt die Entwicklung einer neuen Frömmigkeit im Imperium Romanum, besonders in Böhmen und in Deutschland, zugrunde.
Es bildete sich eine regelrechte Bibellandschaft in Böhmen heraus, wo mehrere Übersetzungen aller Konfessionen miteinander wetteiferten und auf benachbarte Länder und Volksstämme (Slovaken, Weißrussen, Polen, Sorben, Russen) ausstrahlten.
Ähnlich war es in Polen, das auf die Ukraine und Weißrussland ausstrahlte. Unmittelbar aus Deutschland kam die Anregung zu Bibel ubersetzungen bei den Slovenen und Litauern.
Alle diese Bibelübersetzungen waren Frucht jahrelanger gelehrter Arbeit von Mönchen, Priestern und Predigern, später von gelehrten Humanisten. Die Bibeltexte waren die Grundlage zur Ausbildung der jeweiligen Sprachen zu einer neuzeitlichen Literatursprache. Sie waren ein wesentlicher Baustein zur Ausbildung des Nationalbewusstseins.
In zwanzig Jahren wurden 16 Einzelprojekte in 41 Bänden und neun Sprachen herausgegeben, davon vier als Erstedition. An der oft mühsamen Beschaffung guter Vorlagen sowie an der Kommentierung beteiligten sich Gelehrte aus allen slavischen Ländern sowie aus Deutschland, Österreich, Italien, England und Amerika.

A cura di Vlatka Gott

Link